An dieser Stelle möchten ich Ihnen die wichtigsten Tipps zur Anwendung eines Antitranspirants mit auf den Weg geben damit Sie die häufigsten Anwendungsfehler bei der Benutzung von Antitranspiranten vermeiden.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und beachten Sie diese Punkte genau, um eine größtmögliche Reduktion des Schwitzens bei gleichzeitig bester Hautverträglichkeit zu gewährleisten!

Inhaltsverzeichnis

Zu Ihrer Sicherheit: Antitranspirante immer nur äußerlich anwenden!


Reinigen Sie die betroffene Hautpartie vor der Anwendung!

Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Haut vor einer Anwendung mit Antitranspiranten immer auf sanfte, aber effektive Art und Weise säubern, so dass die Poren und Ausgangskanäle der Schweißdrüsen möglichst frei von Talg, Fetten und anderen Rückständen sind.

Nach der Reinigung lassen Sie die Achseln unbedingt vollständig trocknen, bevor Sie Ihr Antitranspirant auftragen. Vermeiden Sie starkes Rubbeln mit einem Handtuch, sondern tupfen Sie die Haut lieber trocken. Als praktikabel hat sich notfalls auch kühlende Luftzufuhr über einen Fön herausgestellt.

Spezielle Reinigung des Gesichts

Hier produziert die Haut besonders viele Fette und Talg. Ein sanftes Peeling, z.B. mit einem im Vorfeld sorgsam gereinigten und gewaschenen „Mikrofastertuch“ öffnet die Poren und entfernt bereits viele Mitesser und Rückstände. So gelangt das Antitranspirant auch dorthin, wo es hin soll – in den Ausgangskanal der Schweißdrüse.


Verwenden Sie Antitranspirante immer abends

Benutzen Sie Ihr Antitranspirant möglichst am Ende des Tages oder bereits im Bett liegend. Am Abend, vor dem zu Bett gehen, schränkt der Körper den Stoffwechsel ein und der Schweißfluss wird reduziert. In entspannter Atmosphäre schafft dies eine möglichst trockene Umgebung, in der das Antitranspirant optimal auf die Schweißdrüsen einwirken kann ohne direkt wieder „ausgewaschen“ zu werden.

Extratipp: Sollten Sie auch im Bett liegend noch schwitzen, versuchen Sie folgenden Trick! Stellen Sie sich Ihren Wecker auf einen Zeitpunkt in der Nacht, zu dem Sie normalerweise bereits schlafen (und das Schwitzen dadurch normalerweise automatisch reduziert ist). Tragen Sie das Antitranspirant auf und schlafen Sie weiter.

Eine Anwendung am Morgen oder während des Tages macht keinen Sinn und ist aus meiner Erfahrung sogar eher kontraproduktiv.


Wie häufig muss ich ein Antitranspirant anwenden?

Zu Beginn einer Anwendung empfehlen wir, das Antitranspirant  jeden Abend zu benutzen.
Sobald die Wirkung spürbar einsetzt, sollten Sie versuchen kurze Anwendungspausen einlegen.
Es klingt etwas komisch aber gerade die Pausen können dabei helfen, die Wirkung zu festigen und zu steigern.

Ein guter Zeitpunkt um erste Anwendungspausen einzulegen wäre, wenn Sie den Schweiß um ca. 50 % reduzieren konnten. Lassen Sie in diesem Fall einfach einmal 1 Abend aus und verwenden Sie Ihr AHC Antiranspirant erst am Folgeabend wieder.

Tipp vom Fachmann: Unsere Erfahrungen zeigen, dass viele Anwender ihr AHC Antiranspirant nur 1 – 2 Mal pro Woche einsetzen müssen um trocken zu bleiben, andere dagegen 3 – 4 Mal. Hier gilt einfaches Ausprobieren.
Lesen Sie dazu bitte auch den Absatz Stabile Wirkung durch Anwendungspausen weiter unten!

Benutzen Sie so wenig Antitranspirant wie möglich!

Viel hilft viel? Nein, denn bei Achselschwitzen reicht zum Beispiel ein einziger Tropfen pro Achselhöhle vollkommen aus. Sollte sich auch das als zu viel herausstellen, kippen Sie die Flasche leicht an, bis sich ein wenig der Flüssigkeit auf dem Flaschenkopf sammelt. Fahren Sie mit der Fingerkuppe über den Flaschenkopf und nehmen Sie so die Flüssigkeit auf. Beachten Sie unbedingt auch den nachfolgenden Hinweis …

Behandeln Sie nur die Hautpartien, die auch Schweiß absondern!

Um beim Beispiel Achselschwitzen zu bleiben; Verteilen Sie den mit der Fingerkuppe aufgenommenen Tropfen ausschließlich in einem kleinen, ca. 2 Euro-Stück großen Bereich in der Mitte der Achselhöhle. Dies ist der Bereich, der hauptsächlich für den Schweißaustritt verantwortlich ist.

Alle weiter außen liegenden Bereiche der Achseln müssen nicht unbedingt behandelt werden. Im Außenbereich der Achseln tritt auch die größte Bewegungsreibung auf, was in Verbindung mit einem Antitranspirant zu unnötigen Reizungen führen kann.


Spürbare Reaktionen der Haut und wie Sie darauf reagieren sollten.

Der Vorgang der Verpropfung der Ausgangskanäle der Schweißdrüsen ist ein einfacher chemischer Prozess (siehe Video unten), der in vielen Fällen spürbar vonstatten gehen wird.

Selbst wenn Sie ein sensitives Antitranspirant verwenden – stellen Sie sich als Neuanwender eines Antitranspirants gerade am Anfang darauf ein, dass es zu Hautreizungen kommen kann. Sorgen Sie deshalb für Ablenkung (z. B. ein gutes Buch) oder versuchen Sie einfach in den Schlaf zu finden.

Der erforderliche Vorgang der Pfropfbildung dürfte dabei in den ersten 15 Minuten am deutlichsten spürbar sein. Wenn Sie diese Viertelstunde aushalten, gewährleisten Sie eine optimale Wirkung Ihres Antitranspirants und Ihre Haut wird sich in den nächsten Tagen schnell an den Vorgang gewöhnen und deutlich weniger stark reagieren.

Kratzen Sie nicht, streicheln Sie!

Nicht wenige Antitranspirant Erstanwender haben das Bedürfnis der Hautreaktion des Antitranspirant mit Kratzen zu begegnen. Bitte vermeiden Sie dies!

Im Bedarfsfall, wenn Ablenkung allein also nicht helfen will, versuchen Sie die betroffene Hautpartie durch streichelnde Bewegungen zu besänftigen. Dies wirkt in der Regel sehr gut, insbesondere wenn diese Aufgabe vom Partner übernommen wird.

Nutric Lotion gegen Antitranspirant-Reizungen

Diese spezial Lotion wurde gegen Antitranspirant-typische Hautreizungen entwickelt. Sie kann die Haut innerhalb von Sekunden kühlen und beruhigen und ist damit genau dann zur Stelle, wenn Sie sie benötigen. Bei mir ist das zwar nur ca. 2 mal pro Monat, wenn mal wieder eine kleine aber lästige Entzündung einer Haarwurzel in Verbindung mit dem Antitranspirant zu unangenehm spürbaren Reizungen führt, aber dann freue ich mich um so mehr diese Lotion zu haben.

Für eine optimale Wirkung Ihres Antitranspirants sollten Sie trotzdem versuchen die ersten 15 Minuten stets ohne hautberuhigende Hilfsmittel auszukommen.


Verwenden Sie sensitive Antitranspirante mit hautpflegenden Zusatzstoffen!

Versuchen Sie es bei Achselschwitzen immer zuerst mit einem möglichst sensitiven Antitranspirant und steigern Sie den Aluminiumanteil nur in Ausnahmefällen und in Absprache mit einem Fachmann, bzw. wenn es um hartnäckiges Schwitzen an Händen oder Füßen geht.

Benutzen Sie die richtige Stärke für Ihr Schweißproblem!

Ein Antitranspirant unter 20 % Anteil des Basiswirkstoffs Aluminiumchlorid wird gegen übermäßiges Hand- oder Fußschwitzen in den meisten Fällen eher wenig helfen. Umgekehrt macht es in den meisten Fällen wenig Sinn Achselschwitzen mit einem Antitranspirant zu behandeln, das mehr als 20 % Aluminiumchlorid enthält. Fragen Sie uns gern… !


Vermeiden Sie Sprühflaschen oder Deoroller (RollOns) für das Auftragen des Antitranspirants!

Der beherzte Druck auf den Spühkopf des Antitranspirant-Sprays oder das mehrfache Auftragen über den Roller der RollOn-Flasche führt in vielen Fällen zu einem Anstieg unangenehmer Hautreizungen wie Jucken, Brennen oder Pieksen. Denn oft wird über diese praktisch erscheinenden Applikatoren einfach zu viel Antitranspirant-Flüssigkeit auf die Haut aufgebracht. Besser ist es, wenn Sie das Antitranspirant über die Fingerkuppe sanft auf die betroffene Stelle aufmassieren.

Eine weitere Möglichkeit ist die Benutzung eines kleinen Stücks Watte. Hier müssen Sie jedoch damit rechnen, dass verhältnismäßig viel Antitranspirant im Trägermaterial verbleibt und somit vergeudet wird. Wenn Sie Hände und Füße behandlen wollen tropfen Sie 2 – 3 Tropfen auf die Handinnenfläche und reiben Sie das Antitranspirant mit den Händen auf die Fußsohlen ein. Hierbei erreichen Sie eine optimale Verteilung und behandeln gleichzeitig Schweißhände und Schweißfüße.


Stabile Wirkung durch Anwendungspausen!

Sie benutzen Ihr Antitranspirant gerade einmal 3 Tage und sind schon trocken? Sehr gut – genau so wie Ihnen geht es den meisten Anwendern!

In diesem Fall wäre es jedoch ein Fehler die Anwendung einfach jeden Abend weiterzuführen. Stattdessen sollten Sie versuchen Anwendungspausen einzulegen. Lassen Sie ruhig einmal testweise einen Abend aus. Sind Sie am Folgetag noch immer trocken pausieren Sie einen weiteren Abend.

Bei den meisten Anwendern ist es problemlos möglich, Anwendungspausen über 2 – 3 Tage einzulegen, so dass das Antitranspirant nur noch 2 – 3 Mal pro Woche angewendet werden muss.

Keine Sorge: Fangen Sie einfach mit kurzen Anwendungspausen an. Vielleicht lassen Sie testweise einfach einmal einen Abend am Wochenende aus? Wenn Sie merken, dass sich die Wirkung nicht großartig verschlechtert hängen Sie einfach einen weiteren Abend an.

Dann benutzen Sie das Antitranspirant wieder und lassen beim nächsten mal 3 Abende aus Sie oder fügen innerhalb der Woche noch eine weitere Anwendungspause ein. Dieses Prinzip wird auch bei Ihnen sicher funktionieren und festigt sogar die Wirkung, da eine Gewöhnung vermieden wird!

Eine ununterbrochene, durchgehende Anwendung verbessert nicht die Wirkung!

Da der vorhergehende Punkt besonders wichtig ist, hier noch einmal eine Wiederholung: Die Reduktion der Anwendungsintervalle verbessert die Wirkung, nicht umgekehrt!

Was paradox klingen mag, ist ein Erfahrungswert, den wir mit zehntausenden von Kunden sammeln konnten. Scheinbar ist es kontraproduktiv eine bereits optimal bestehende Verpropfung der Schweißdrüsen durchgehend weiter zu behandeln. Hierbei kann ein bereits gut gebildeter Pfropf wieder aufgelöst werden, bzw. er kann sich in Folge nicht mehr optimal festsetzen.

Ein ordentlich gebildeter Antitranspirant-Pfropf, der gut im Ausgangskanal einer Schweißdrüse sitzt, hält ca. 4 Tage und baut sich dann stückweise ab. Der Prozess der Abtragung kann bis zu 14 Tage dauern, was dazu führt, dass einige Anwender ihr AHC-Antitranspirant nur alle 7 – 10 Tage anwenden müssen. Dies schont die Haut und gleichzeitig Ihren Geldbeutel.

Haben Sie Geduld – nicht in jedem Fall kann Schwitzen in Tagen beseitigt werden!

Nicht selten treffen wir auf Anwender, die sich bei der Anwendung von Antitranspiranten selbst unter Druck setzen. Bereits nach der ersten Anwendung wird alle paar Minuten die Achselhöhle oder die Handfläche überprüft, ob das Schwitzen schon reduziert wurde. Ein solches Verhalten ist absolut kontraproduktiv, denn es erzeugt Stress, der nicht selten in einem vermehrten Schwitzen oder besonders unangenehmem Körpergeruch mündet!

Bitte versuchen Sie Geduld aufzubringen. Rechnen Sie von Anfang an damit, dass Ihr Antitranspirant mehrere Wochen brauchen kann, um seine Wirkung voll aufzubauen. Wenn es dann doch deutlich schneller geht – wunderbar! Super! Aber erwarten Sie dies bitte nicht, sondern rechnen Sie eher entspannt und mit einer längeren Anwendung bis zum Erreichen einer zufrieden stellenden Wirkung.

Versuchen Sie also entspannt und doch hoffnungsvoll in ein neues, schweißreduziertes Leben zu starten! Denn das Prinzip, nach dem AHC Antitranspirante wirken, ist ebenso einfach wie auch effektiv. Zum besseren Verständnis der Wirkungsweise empfehle ich Ihnen meinen folgenden Videoratgeber…

2 Gedanken zu “Tipps zur Antitranspirant-Anwendung”

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