Die wichtigsten Tipps zur Leitungswasser-Iontophorese Anwendung. Damit Sie die häufigsten Anwendungsfehler vermeiden und möglichst schnell zu einem Ergebnis kommen.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit und beachten Sie diese Punkte genau, um eine größtmögliche Reduktion des Schwitzens bei gleichzeitig bester Hautverträglichkeit zu gewährleisten!

Inhaltsverzeichnis


Zu Ihrer Sicherheit: Nicht jeder darf die Iontophorese anwenden!

Beachten Sie deshalb bereits vor dem Kauf alle Kontraindikationen! Sie finden diese als Liste unter dem Reiter Anwendung bei den Gerätesets im Webshop.


Haben Sie Geduld

1-4 Wochen können für eine abschließende Beurteilung der Wirkung zu wenig sein, besonders dann, wenn es um intensiven Hand- oder Fußschweiß geht. Ich würde Ihnen deshalb dazu raten möglichst entspannt und mit Geduld an die Therapie zu gehen – schon allein deshalb, damit Sie sich nicht selbst unter unnötigen Druck setzen, was weiteres Schwitzen auslösen kann.

Sprechen Sie gern mit uns, wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie die Iontophorese korrekt und bereits ausreichend lang anwenden.


Zu viel hilft nicht besser!

Versuchen Sie eine Übertherapie zu vermeiden. Zu lange Behandlungszeiten und zu hohe Stromwerte können sich auch negativ auf das Behandlungsergebnis auswirken.

Das bedeutet, dass Sie jede Region nur maximal täglich und über 15 Minuten therapieren. Gleichzeitig sollte die gewählte Stromstärke hoch sein aber keine Schmerzen verursachen.


Die richtige Stromstärke in Milliampere (mA)

Ein zu geringer mA-Wert verhindert eine baldige Wirkung, ein zu hoher Stromwert kann zu Schäden der Haut aber auch einem Gewöhnungsprozess (und somit einem Nachlassen der Wirkung) führen. Sie stehen also vor dem Problem den für Sie richtigen Mittelwert zu finden?

Keine Sorge.
Was sich hier kompliziert anhört ist eigentlich recht einfach – zumindest dann, wenn Sie auf Ihre Haut und ihren Körper hören.
Als unerfahrener Anfänger beginnen Sie einfach mit einem sehr niedrigen mA-Startwert und steigern diesen schrittweise innerhalb der 15 Minuten Therapiezeit. Steigern Sie den Strom ruhig bis auf den maximal tolerierbaren Wert. Echte Schmerzen sollten bei der Therapie jedoch nicht auftreten!

Prüfen Sie während der Therapie Ihr persönliches Stromempfinden regelmässig. Denn oft gewöhnt sich die Haut bereits nach ca. 30 Sekunden an einen höheren Wert und es ergeben sich weitere Steigerungsmöglichkeiten.

Persönlicher Tipp: Als erfahrender Iontophorese-Anwender therapiere ich meine Hände mit einem mA-Wert von 18-22 mA. Zwischenzeitlich war ich auch kurz einmal bei 27 mA, habe jedoch festgestellt, dass mir dieser hohe Wert eher Hautprobleme als eine spürbar bessere Wirkung bringt (Stichwort Haltetherapie).


Elektrode & Gegen-Elektrode – Stromfluß und Stromdichte

Für den Erfolg der Iontophorese ist die Platzierung sowie Auswahl der Gegenelektrode genauso wichtig wie die im Einsatzgebiet eingesetzte Elektrode.

Hierzu zwei praxisnahe Beispiele:
Therapieren Sie den Nacken, sollten Sie nicht eine Stirn-Elektrode als Gegen-Elektrode verwenden, da ansonsten der Strom zu sehr durch den Kopf- / Hirnbereich geleitet werden könnte!

Therapieren Sie den Nacken, sollten Sie ebenfalls nicht eine Achsel-Elektrode als Gegen-Elektrode verwenden. Hier wäre die Fläche der ableitenden Achsel-Elektrode deutlich zu klein, was die Wirkung des Therapiestroms vornehmlich an der Achsel kanalisieren würde, wo doch der Nacken das eigentliche Therapieziel sein sollte (Stichwort Stromdichte).

Am besten nutzen Sie einfach beide Füße als Gegenpol. Dies erlaubt eine bequeme Bedienung des Saalio® mit den Händen und stellt die Konzentration des Stroms auf den Nacken sicher.

Merke: Die Gegen-Elektrode sollte immer mind. gleichgroß, wenn nicht größer sein als die Elektrode die in der Therapie-Region eingesetzt wird!

Quicktipps

Am Ende noch ein paar Tipps, die eine möglichst schnelle Wirkung erzielen können

Bitte beachten Sie unbedingt alle vorhergehenden Tipps, insbesondere aber auch die Hinweise und Warnungen der Bedienungsanleitung Ihres Iontophoresegerätes!

Beispielhaft möchte ich hier eine Therapie der Hände ansprechen. Diese Tipps greifen ebenfalls für die Füße sowie weitere Hautbereiche die über Hornhaut oder viel Fett/Talg-Produktion verfügen.

An dünnen und empfindlichen Hautregionen (wie beispielsweise unter den Achseln) ist es meist nicht notwendig spezielle Initial-Maßnahmen zur Wirkungsbeschleunigung zu ergreifen. Sollten Sie sich dennoch dazu entscheiden, führen Sie hier zumindest nicht unbedingt alle Maßnahmen auf einmal durch!

  • Therapieren Sie jeden Abend.

  • Wählen Sie recht warmes Wasser (öffnet die Poren was den Stromeinfluss begünstigt).

  • Nutzen Sie pro Region die vollen 15 Minuten die das Saalio-Steuergerät anbietet. Nicht häufiger, nicht mehr!

  • Wählen Sie am Anfang immer nur Gleichstrom.

  • Behalten Sie die Stromrichtung bei (Strom an der rechten Hand einfließend).

  • Ist Ihre rechte Hand am Folgetag einer Anwendung bereits deutlich trockener?

  • In diesem Fall reduzieren Sie die Anwendungshäufigkeit schrittweise 1-2 Tage pro Woche (siehe dazu auch Haltetherapie).
  • Um Druck zu vermeiden bewerten Sie die Wirkung erstmalig nach der 1. Woche.

Besuchen Sie gern auch die FAQ-Seite mit Fragen und Antworten der Saalmann medical GmbH https://www.saalmann-medical.de/service/faq-iontophorese/

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